Streiflichter – Die wechselseitige deutsch-russische Wahrnehmung – Thomas Hohnerlein
„Russische Kultur tilgen zu wollen, unsichtbar und undenkbar machen zu wollen,
heißt auch, Teile unserer eigenen Wurzeln zu kappen.“
Streiflichter – Die wechselseitige deutsch-russische Wahrnehmung im Spiegel der Literatur zwischen dem Ende des 15. Jahrhunderts und 1945
von Thomas Hohnerlein
Das ist der Text eines Vortrags,dessen „Grundgedanke“ laut Autor sei, „Denkmäler virtuell wieder aufzurichten, wo sie im Augenblick in einem antirussischen Furor zerstört werden (wie in der Ukraine, aber auch im Baltikum, usw.), demontiert werden (wie mit dem Dostojewski Denkmal in Dresden geschehen) oder durch Namensaberkennung dem Vergessen anheimgegeben werden sollen (wie im Falle einer Puschkinschule in Dresden).
Russische Kultur tilgen zu wollen, unsichtbar und undenkbar machen zu wollen, hieße auch, Teile unserer eigenen Wurzeln zu kappen. Ein Nihilismus jeglicher Ergebnisse eines jahrhundertelangen Austausches, gegenseitiger Befruchtung lässt im Eigenen eine banale Hülle übrig, die letztlich den Verfall der eigenen Gesellschaft befördert.
So weit Dr. Thomas Hohnerlein. Den Vortrag hat er Ende letzten Jahres auf einer Veranstaltung der Gesellschaft für Deutsch-Russische Freundschaft e.V. – Regionalgruppe Saarland- Westpfalz gehalten.
Hier zum Vortrag: https://gdrf.info/streiflichter/

